Archiv für den Monat: Juli 2014

Tools zum kollaborativen Arbeiten

Wenn man mit KollegInnen und WissenschaftlerInnen anderer Einrichtungen zusammen arbeitet, ist es doch ganz praktisch, wenn man nicht alle Dokumente, Daten etc. immer per Mail hin und her schicken muss, sondern alles an einem Ort lagern kann, auf den dann alle zugreifen können und der im besten Fall auch noch das gemeinsame Arbeiten an ein und demselben Dokument ermöglicht.

Neben Google Drive und Dropbox wollten sich dafür die virtuellen Forschungsumgebungen (z.B. edumeres.net) anbieten. Leider scheinen die ein Schuss in den berühmten Ofen zu sein. Jedenfalls habe ich edumeres.net und escience Network ausprobiert und musste leider feststellen, das beide nichts taugen. edumeres.net hat seit Monaten Typo3-Fehler und soll, wie ich gehört habe, wieder abgeschaltet werden. Beim escience Network scheitert man schon bei der Anmeldung, da dort schon ein Fehler auftritt (auch seit Monaten) und man gar nicht bis ins Netzwerk kommt.

Also müssen doch andere Tools her. Ich selbst benutze für ein interdisziplinäres Projekt Google Drive. Dort werden alle relevanten Dokumente und Daten gesammelt, außerdem gemeinsam an Abstract-Versionen für Vorträge gebastelt, die Präsentation gestaltet, das Protokoll zur Skype-Konferenz live mitgetippt und vieles mehr. Die Rechteverwaltung ist nicht großartig ausgefeilt aber ausreichend und so lange man damit leben kann, das Google das Projekt quasi „mit liest“ ist es wirklich praktisch.

Eine Datenschutz-konformere Alternative ist z.B. DBook, ein Start-Up aus Deutschland, das eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbietet und seine Server in Deutschland stehen hat.  Außerdem gibt es von IBM LotusQuickr, um die Team-Zusammenarbeit zu vereinfachen. Quickr ermöglicht neben der Dokumentenverwaltung auch eine direkte Kommunikation durch Foren und eine gemeinsame Arbeitsorganisation mit Hilfe von Team Spaces und einem Wiki.

Wer gerne Dropbox benutzt, um immer und überall an seine Daten zu kommen und diese auch mit anderen zu teilen, dem aber der Datenschutz auch wichtig ist, der kann sich hier in diesem Artikel über Alternativen informieren. Zielgruppe sind hier die Lehrer, die neben den Unterrichtsmaterialien ja auch sensible Schülerdaten haben und diese natürlich so sicher wie möglich hinterlegen müssen. Vorgestellt werden die Tools SpiderOak, Teamdrive, Tresorit und  Wuala.

Was in dem Beitrag nicht erwähnt wird ist die Möglichkeit, eine eigene Cloud  zu erhalten (sogar mit eigenem Server wer mag), dafür gibt es das Open Source Tool OwnCloud.  Das wird hier ausführlich beschrieben. Wer mit seinen ProjektkollegInnen außerdem noch gemeinsam Mind mappen möchte, kann dies mit diesem Tool hier organisieren.

Und zu guter Letzt noch der Hinweis auf einen lesenswerten Artikel über ein Design-Unternehmen, das mit verschiedenen Tools das Zusammenarbeiten seiner Mitarbeiter an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt managt. Quasi ein rund-um-Schlag an Collaborative-Tools.

Was dabei nicht vergessen werden darf: Es ist toll, wenn es die Tools kostenlos gibt. Dann sind die EntwicklerInnen aber auf Dritt-FinanziererInnen angewiesen und damit leichter korrumpierbar. Das heißt, dass z.B. der Datenschutz dann vielleicht keine so große Rolle spielt. Daher sollte man nicht davor zurückschrecken, für einen guten Dienst auch etwas Geld zu zahlen.

Nachtrag, 25.07.2014: Herr Kampschulte empfahl mir gestern Abend noch das Tool Mahara, das eigentlich für die kollaborative Zusammenarbeit im Klassenraum entwickelt wurde. Es beinhaltet aber auch umfangreiche „social media“ Tools wie Blogs, Chats, und Foren. Es ist open source und man muss es auf einem eigenen Server installieren, was nach Aussage von Herrn Kampschulte aber selbst für eine Laien machbar ist.

 

Sichere Dropbox-Alternativen für Lehrer/innen

Die meisten Lehrer/innen arbeiten zur Synchronisation ihrer Daten (Heim – Schule, mobil) mit Dropbox. Wer jedoch sensible Daten (z.B. Schüldaten) unverschlüsselt in die Dropbox schiebt, handelt fahrlässig. Sicherere Alternativen sind möglicherweise SpiderOak, Wuala, Tresorit oder TeamDrive mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Außerdem einige Hinweise zur manuellen Verschlüsselung Ihrer Daten mit TrueCrypt oder BoxCryptor.

[Mehr]

[Quelle: Der Lehrerfreund]

Homepage des Leibniz-Forschungsverbunds Bildungspotenziale (LERN) jetzt online

Der jetzt veröffentlichte Internet-Auftritt des Leibniz-Forschungsverbunds Bildungspotenziale (LERN) bietet Informationen zum Verbund und seinen Zielen, den Partnerinstitutionen des Zusammenschlusses, den mehr als 32 aktuell durch Drittmittel geförderten Projekten, an denen mehrere Mitglieder beteiligt sind, sowie zur Nachwuchsförderung und zu den Netzwerken von LERN. Aktuelle Meldungen mit Neuigkeiten aus den

Mitgliedseinrichtungen, Pressemitteilungen, Stellenangeboten und vieles mehr runden das Angebot ab. Der Auftritt stellt die Informationen in deutscher und in englischer Sprache zur Verfügung.

In LERN haben sich Leibniz-Forscherinnen und -Forscher aus Erziehungswissenschaft, Fachdidaktiken, Neurowissenschaft, Ökonomie, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie sowie Informationswissenschaften und Informatik  von sechzehn Einrichtungen zusammengeschlossen, um ihr Fachwissen zu bündeln und die Sichtbarkeit der Leibniz-Gemeinschaft in Bildungsfragen bei Geldgebern, politischen Entscheidungsträgerinnern und -trägern, Bildungsadministration sowie in der interessierten Öffentlichkeit zu erhöhen.

Der Auftritt wird kontinuierlich weiterentwickelt. Momentan arbeitet der Verbund zum Beispiel an einem zentralen Zugang zu den von den Partnerinstitutionen freigegebenen Forschungsdaten.

Die Homepage auf Deutsch

Die Homepage auf Englisch

Dem brauche ich gar nichts weiter hinzufügen:

If you don’t include altmetrics on your CV, you’re missing out in a big way.

There are many benefits to scholars and scholarship when altmetrics are embedded in a CV.

Altmetrics can:

  1. provide additional information;
  2. de-emphasize inappropriate metrics;
  3. uncover the impact of just-published work;
  4. legitimize all types of scholarly products;
  5. recognize diverse impact flavors;
  6. reward effective efforts to facilitate reuse;
  7. encourage a focus on public engagement;
  8. facilitate qualitative exploration;
  9. empower publication choice; and
  10. spur innovation in research evaluation.

In this article, we’ll detail why these benefits are important to your career, and also recommend the ways you should–and shouldn’t–include altmetrics in your CV.

Bericht von der LIDA 2014

Vor mittlerweile 3 Wochen war ich in Zadar (Kroatien) zur Libraries in the Digital Age Conference (LIDA), um dort einen Vortrag zu halten.  Diese 2-jährige internationale Konferenz beschäftigt sich mit der Transformation von Bibliotheken und Informationsservices im Digitalen. Dazu gab es in diesem Jahr 2 Themenstränge:

Part I: Qualitative methods in assessing libraries, users, & use: applications, results.

Part II: Altmetrics – new methods in assessing scholarly communication and libraries: issues applications, results.

Im Rahmen des Projektes „Altmetrics in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen“ im Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 hatte Frau Prof. Dr. Isabella Peters für die Projektgruppe einen Vortrag für Part II eingereicht, der angenommen wurde.  Unter dem Titel „Altmetrics for large, multidisciplinary research groups: A case study of the Leibniz Association“ haben Frau Peters und ich den Vortrag am Dienstag, den 17.06.2014, gehalten. Der Vortrag war eine Ausweitung des Posters, das wir auf der Science 2.0 Conference in Hamburg Ende März präsentiert haben. Mit aktuellen Daten konnten wir einen Einblick in das Publikationsverhalten der Wissenschaftler aber auch in die Gewohnheiten der LeserInnen von Leibniz-Publikationen geben. Ziel der Studie war, zu ermitteln, wo die LeserInnen der Leibniz-Publikationen im Social Web (wie Mendeley, Twitter, Facebook, Blogs etc.) je nach Disziplin zu finden sind und wie sie dort interagieren.

Die Ergebnisse und die Vortragsfolien können im Proceedingsband nachgelesen werden.