Archiv für den Monat: Oktober 2014

Wissenschaftliches Arbeiten

Es gehört zur täglichen Arbeit eines Wissenschaftlers einfach dazu: das wissenschaftliche Arbeiten. Im Studium und im Beruf hat man gelernt und/ oder trainiert wie das richtig geht, doch manchmal kann es sinnvoll sein, sich noch einmal die Kriterien in Erinnerung zu rufen. Vor allem was den Bereich der Quellenbewertung betrifft. Denn die ist mit den Möglichkeiten des World Wide Web nicht mehr ganz so einfach. Ständig erscheinen neue Journal-Beiträge, Blogartikel, Buchbesprechungen, Proceedings, Internetseiten etc. Jedesmal zu entscheiden, ob die gewünschte Quelle zitierbar ist, ob sie seriös und damit verwendbar ist, kann mühselig sein. Daher stelle ich euch heut 2 Tools vor, die einem ein paar einprägsame Kriterien an die Hand geben.

1. The Citation Compass                                                                                                                                                                                                        Diese Seite stammt von den Universitäten Stavanger und Agder (Dank an Frau Dalehefte für den Tip) und fasst in 3 Bereichen kurz und übersichtlich die wichtigsten Regeln zum wissenschaftlichen Arbeiten zusammen: Zitierstile, Quellenbewertung und rechtliche Aspekte. Falls man noch Fragen hat gibt es eine Q&A-Seite bzw. kann man auch die Universitäten kontaktieren.

Die Quellenbewertung umfasst dabei folgende Punkte:

•    a text written by an academic, published by an established publisher
•    objective, and give a balanced discussion of the subject
•    accurate with citations and a reference list
•    up-to-date and illustrate your subject adequately

Diese Kriterien kann man m.E. nach so unterschreiben und was ich besonders mag: sie sind so allgemein gehalten, dass sie sich auf jegliche Quellenform anwenden lassen.

2. LOTSE

http://lotse.sub.uni-hamburg.de/img/logos/lotse-banner-full.jpg                                                                                                                                                                                                                                                  Wer es gern etwas ausführlicher hat, kann mal einen Blick in diesen Dienst der SUB Hamburg werfen. LOTSE bietet sehr umfangreiche Hilfestellungen für das wissenschaftliche Arbeiten. Entweder ganz allgemein oder wer mag auch speziell aus dem eigenen Fachgebiet (es sind leider nicht alle vertreten, aber es wird immer weiter ausgebaut und manchmal reicht auch die allgemeine Information). In dem Bereich Literatur recherchieren und beschaffen gibt es dann den Punkt „Evaluierung der Suchergebnisse“ unter dem man die Kriterien für die Quellenbewertung finden kann. LOTSE sortiert diese in Form von nützlichen Fragen, die wie beim Citation Compass wieder auf jegliche Quellenform anwendbar sind:

  • Was qualifiziert den Autor, zu diesem Thema zu schreiben?
  • Welche Absicht hat der Autor mit seiner Forschung verfolgt? Welchen Zweck erfüllt dieser Artikel / dieses Buch? Wen möchte er damit erreichen?
  • Ist dieser Artikel / dieses Buch objektiv?
  • Welche Methode zur Datenerhebung und Forschung wurde angewendet?
  • Zu welchem Schluß kommt der Autor?
  • Gibt es Beweise, welche die Schlußfolgerungen des Autors unterstützen, wie z.B. Karten, graphische Darstellungen, Bibliographien, Dokumente usw.?
  • Welche Reputation hat der Verlag, in dem das Buch oder die Zeitschrift erschienen ist?

Beide Evaluierungsrichtlinien behandeln ähnliche Punkte und sind so aufbereitet, dass sie einfach und umstandlos in der täglichen wissenschaftlichen Arbeit genutzt werden können. Diese beiden Tools sind mit Sicherheit nicht die Einzigen im Web, aber vor allem LOTSE benutze ich selbst ausführlich und kann es daher guten Gewissens weiter empfehlen. Ergänzungen sind herzlich willkommen!

DataCite Workshop für Leibniz-Institute

„Bessere Zitierbarkeit und Auffindbarkeit von Forschungsdaten durch DataCite-DOIs“

Die deutschen DataCite Mitglieder ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften, TIB – Technische Informationsbibliothek, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft laden am 20. Januar 2015 zu einem praxisorientierten Workshop in die Räumlichkeiten der Leibniz-Geschäftsstelle in Berlin ein.

DataCite e.V. ist eine internationale Non-Profit-Vereinigung, die Services und Know How rund um die Referenzierung und Findbarkeit von Forschungsdaten bietet.  DataCite_header_final1_1

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten in den Leibniz-Einrichtungen, die Forschungsdaten produzieren und verwalten, sowie auch an jene Leibniz-Institutionen, die bereits Forschungsdaten über die deutschen DataCite-Partner registrieren.

Die Veranstaltung bietet einen Überblick zur Registrierung von Forschungsdaten über einen DOI®-Namen von DataCite, Beispiele aus der Praxis sowie praxisnahe Sessions, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv diskutieren, Erfahrungen austauschen und Praktiken erproben können.

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze!

Rahmendaten:

  • Datum: 20. Januar 2015, 10.00 bis 16.30 Uhr
  • Ort: Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestraße 111, 10115 Berlin
  • Veranstalter: Deutsche DataCite Partner ZB MED, TIB, ZBW und GESIS
  • Kontakt: Birte Lindstädt (Tel. 0221-478-97803, lindstaedt@zbmed.de)

Teaser_Twitter_Wissenschaft20

Wissenschaft 2.0 – Forschung neu denken

Liebe Freunde der digitalen Wissenschaft,

Open Acces, Open Source, Open Science – Die Wissenschaft im digitalen Zeitalter wird  durch viele Änderungsprozesse herausgefordert. Grund genug für Wissenschaft im Dialog und den Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 zum Barcamp „Wissenschaft 2.0 – Forschung neu denken“ ins Hamburger Betahaus einzuladen. #wiss20

Das Barcamp ist ein Format, welches von den intensiven Diskussionen, Präsentationen und dem Austausch der Teilnehmenden lebt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man selbst als Experte berichtet oder als Laie gerne mehr über ein bestimmtes Thema erfahren möchte. Jeder kann zu Beginn einen eigenen Beitrag vorschlagen oder sich ein Thema wünschen. Was beim Barcamp Wissenschaft 2.0 auf der Tagesordnung steht, bestimmen die Teilnehmenden selbst vor Ort!

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2014 – Die digitale Gesellschaft. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Termin 

Freitag, 17. Oktober 2014, 13–18 Uhr

Samstag, 18. Oktober 2014, 10–18 Uhr

Veranstaltungsort 

Betahaus

Eifflerstraße 43

22769 Hamburg

Diskussionsplattform

Wir freuen uns über Kommentare und Fragen zum Thema vorab auf:

http://www.wissenschaft-kontrovers.de/wissenschaft-2-0-forschung-neu-denken/

Anmeldung

Per E-Mail an: kontrovers@w-i-d.de

Auf Facebook: https://www.facebook.com/events/xyz_xyz_xyz

Wir freuen uns auf die gemeinsame Diskussion in Hamburg oder online!

Ihr und euer WiD Team

 Weitere Informationen gibt es in dieser Presseinformation: WiD-PM_Barcamp_Gesellschaft_2 0_Hamburg