Archiv der Kategorie: Allgemein

Sciebo – Campuscloud

Das Land Nordrhein-Westfalen hat zusammen mit 22 dort ansässigen Hochschulen eine  nicht-kommerzielle Cloud für Forschung, Studium und Lehre auf Basis der Open Source Software ownCloud entwickelt. Nutzen können diese zur Zeit nur Mitglieder angemeldeter Hochschulen. Die Idee dahinter ist dennoch super. Verteilt auf 3 Hochschul-Rechenzentren in NRW wird die Cloud Datenschutzkonform betrieben und steht dem freigeschalteten Nutzer kostenlos zur Verfügung. Jeder hat beim Start 30 GB Speicherplatz frei, auf Antrag erweiterbar, und die Kommunikation erfolgt mit SSL-Verschlüsselung. Auch eine Freischaltung externer Projektpartner ist vorgesehen.

Wenn diese Cloud jetzt auch noch anderen Hochuschulen und Forschungsinstituten der Bundesrepublik zur Verfügung stehen würde, wäre das natürlich noch besser. Wahrscheinlich muss man da nur mal anfragen. Oder die anderen Bundesländer nehmen sich ein Beispiel und setzen selbst eine auf.

Ich finde das Projekt auf jedenfall toll und werde es mit Spannung weiter verfolgen, in der Hoffnung irgendwann hier in Schleswig-Holstein auch so etwas zu haben. In einer von mir betreuten Bachelorarbeit wird das Thema übrigens auch angeschnitten, als sogenannte regionale Cloud für die Christian-Albrechts-Universtität Kiel. Leider ließ sich das Thema in dem Rahmen nicht weiter verfolgen, aber vielleicht könnte der Informatikfachbereich das aufgreifen 🙂

Physik im Advent

Physik im Advent 2014

Dank der regen Teilnahme im letzten Jahr gibt es dieses Jahr wieder die Aktion „Physik im Advent“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Georg-August-Universität.

Vom 1. bis zum 24. Dezember 2014 wird jeden Tag per Video-Clip ein Experiment vorgestellt, das nachgemachen werden kann. Auf der Webseite können anschließend die Fragen im Laufe des Tages beantwortet werden und die Auflösung der in dem Experiment aufgeworfenen physikalischen Frage erfolgt am nächsten Tag ebenfalls per Video.

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10, komplette Klassenverbände oder auch ganze Schulen. Jüngere oder ältere Schülerinnen und Schüler, Eltern, Studierende oder Lehrkräfte sind aber auch herzlich eingeladen. Prämiert werden die besten Antworten von einzelnen Schülerinnen und Schülern, Klassen und Schulen in unterschiedlichen Altersstufen.

Hier gehts zum physikalischen Adventskalender: http://www.physik-im-advent.de/

Schleswig-Holstein startet Open-Access-Strategie

Open Access-Strategie in Schleswig-Holstein eingeleitet

Am 18.11.2014 legte Wissenschaftsministerin Kristin Alheit dem Kabinett die Open-Access-Strategie des Landes vor. Sie wurde gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Landespolitikerinnen und -politikern aller Fraktionen, Hochschulen und der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften Kiel entwickelt.

Die Strategie umfasst v.a. folgende Elemente:

  • Bekenntnis der Hochschulen zu Open Access durch Unterzeichnung der „Berliner Erklärung“ für den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen.
  • Schaffung eines rechtlichen Beratungsangebotes (2015) für Publizierende im Bereich Open Access, z.B. zu urheberrechtlichen Fragestellungen.
  • Aufbau eines landesweiten Open-Access-Dokumentenservers (geplant bis 2016). Dadurch will die Landesregierung Forschenden der Hochschulen im Land die Chance eröffnen, sich weltweit zu präsentieren.
  • Einrichtung eines Publikationsfonds (2015), mit dem insbesondere Publikationsgebühren von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in renommierten Open Access-Medien gefördert werden können. Damit sollen insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs neue Möglichkeiten erschlossen werden.

Weitere Informationen und den Link zum Strategietext findet ihr hier.

Wissenschaftliches Arbeiten

Es gehört zur täglichen Arbeit eines Wissenschaftlers einfach dazu: das wissenschaftliche Arbeiten. Im Studium und im Beruf hat man gelernt und/ oder trainiert wie das richtig geht, doch manchmal kann es sinnvoll sein, sich noch einmal die Kriterien in Erinnerung zu rufen. Vor allem was den Bereich der Quellenbewertung betrifft. Denn die ist mit den Möglichkeiten des World Wide Web nicht mehr ganz so einfach. Ständig erscheinen neue Journal-Beiträge, Blogartikel, Buchbesprechungen, Proceedings, Internetseiten etc. Jedesmal zu entscheiden, ob die gewünschte Quelle zitierbar ist, ob sie seriös und damit verwendbar ist, kann mühselig sein. Daher stelle ich euch heut 2 Tools vor, die einem ein paar einprägsame Kriterien an die Hand geben.

1. The Citation Compass                                                                                                                                                                                                        Diese Seite stammt von den Universitäten Stavanger und Agder (Dank an Frau Dalehefte für den Tip) und fasst in 3 Bereichen kurz und übersichtlich die wichtigsten Regeln zum wissenschaftlichen Arbeiten zusammen: Zitierstile, Quellenbewertung und rechtliche Aspekte. Falls man noch Fragen hat gibt es eine Q&A-Seite bzw. kann man auch die Universitäten kontaktieren.

Die Quellenbewertung umfasst dabei folgende Punkte:

•    a text written by an academic, published by an established publisher
•    objective, and give a balanced discussion of the subject
•    accurate with citations and a reference list
•    up-to-date and illustrate your subject adequately

Diese Kriterien kann man m.E. nach so unterschreiben und was ich besonders mag: sie sind so allgemein gehalten, dass sie sich auf jegliche Quellenform anwenden lassen.

2. LOTSE

http://lotse.sub.uni-hamburg.de/img/logos/lotse-banner-full.jpg                                                                                                                                                                                                                                                  Wer es gern etwas ausführlicher hat, kann mal einen Blick in diesen Dienst der SUB Hamburg werfen. LOTSE bietet sehr umfangreiche Hilfestellungen für das wissenschaftliche Arbeiten. Entweder ganz allgemein oder wer mag auch speziell aus dem eigenen Fachgebiet (es sind leider nicht alle vertreten, aber es wird immer weiter ausgebaut und manchmal reicht auch die allgemeine Information). In dem Bereich Literatur recherchieren und beschaffen gibt es dann den Punkt „Evaluierung der Suchergebnisse“ unter dem man die Kriterien für die Quellenbewertung finden kann. LOTSE sortiert diese in Form von nützlichen Fragen, die wie beim Citation Compass wieder auf jegliche Quellenform anwendbar sind:

  • Was qualifiziert den Autor, zu diesem Thema zu schreiben?
  • Welche Absicht hat der Autor mit seiner Forschung verfolgt? Welchen Zweck erfüllt dieser Artikel / dieses Buch? Wen möchte er damit erreichen?
  • Ist dieser Artikel / dieses Buch objektiv?
  • Welche Methode zur Datenerhebung und Forschung wurde angewendet?
  • Zu welchem Schluß kommt der Autor?
  • Gibt es Beweise, welche die Schlußfolgerungen des Autors unterstützen, wie z.B. Karten, graphische Darstellungen, Bibliographien, Dokumente usw.?
  • Welche Reputation hat der Verlag, in dem das Buch oder die Zeitschrift erschienen ist?

Beide Evaluierungsrichtlinien behandeln ähnliche Punkte und sind so aufbereitet, dass sie einfach und umstandlos in der täglichen wissenschaftlichen Arbeit genutzt werden können. Diese beiden Tools sind mit Sicherheit nicht die Einzigen im Web, aber vor allem LOTSE benutze ich selbst ausführlich und kann es daher guten Gewissens weiter empfehlen. Ergänzungen sind herzlich willkommen!

DataCite Workshop für Leibniz-Institute

„Bessere Zitierbarkeit und Auffindbarkeit von Forschungsdaten durch DataCite-DOIs“

Die deutschen DataCite Mitglieder ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften, TIB – Technische Informationsbibliothek, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und ZBW – Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft laden am 20. Januar 2015 zu einem praxisorientierten Workshop in die Räumlichkeiten der Leibniz-Geschäftsstelle in Berlin ein.

DataCite e.V. ist eine internationale Non-Profit-Vereinigung, die Services und Know How rund um die Referenzierung und Findbarkeit von Forschungsdaten bietet.  DataCite_header_final1_1

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten in den Leibniz-Einrichtungen, die Forschungsdaten produzieren und verwalten, sowie auch an jene Leibniz-Institutionen, die bereits Forschungsdaten über die deutschen DataCite-Partner registrieren.

Die Veranstaltung bietet einen Überblick zur Registrierung von Forschungsdaten über einen DOI®-Namen von DataCite, Beispiele aus der Praxis sowie praxisnahe Sessions, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv diskutieren, Erfahrungen austauschen und Praktiken erproben können.

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen in Kürze!

Rahmendaten:

  • Datum: 20. Januar 2015, 10.00 bis 16.30 Uhr
  • Ort: Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestraße 111, 10115 Berlin
  • Veranstalter: Deutsche DataCite Partner ZB MED, TIB, ZBW und GESIS
  • Kontakt: Birte Lindstädt (Tel. 0221-478-97803, lindstaedt@zbmed.de)

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Wissenschaft 2.0 – Forschung neu denken

Liebe Freunde der digitalen Wissenschaft,

Open Acces, Open Source, Open Science – Die Wissenschaft im digitalen Zeitalter wird  durch viele Änderungsprozesse herausgefordert. Grund genug für Wissenschaft im Dialog und den Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 zum Barcamp „Wissenschaft 2.0 – Forschung neu denken“ ins Hamburger Betahaus einzuladen. #wiss20

Das Barcamp ist ein Format, welches von den intensiven Diskussionen, Präsentationen und dem Austausch der Teilnehmenden lebt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man selbst als Experte berichtet oder als Laie gerne mehr über ein bestimmtes Thema erfahren möchte. Jeder kann zu Beginn einen eigenen Beitrag vorschlagen oder sich ein Thema wünschen. Was beim Barcamp Wissenschaft 2.0 auf der Tagesordnung steht, bestimmen die Teilnehmenden selbst vor Ort!

Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2014 – Die digitale Gesellschaft. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Termin 

Freitag, 17. Oktober 2014, 13–18 Uhr

Samstag, 18. Oktober 2014, 10–18 Uhr

Veranstaltungsort 

Betahaus

Eifflerstraße 43

22769 Hamburg

Diskussionsplattform

Wir freuen uns über Kommentare und Fragen zum Thema vorab auf:

http://www.wissenschaft-kontrovers.de/wissenschaft-2-0-forschung-neu-denken/

Anmeldung

Per E-Mail an: kontrovers@w-i-d.de

Auf Facebook: https://www.facebook.com/events/xyz_xyz_xyz

Wir freuen uns auf die gemeinsame Diskussion in Hamburg oder online!

Ihr und euer WiD Team

 Weitere Informationen gibt es in dieser Presseinformation: WiD-PM_Barcamp_Gesellschaft_2 0_Hamburg

ILSE ist da

IPN führt Resource Discovery System ein

29.08.2014: Mit dem heutigen Tag steht den MitarbeiterInnen des IPN und allen Interessierten eine neue Suchoberfläche zur Verfügung: ILSE – IPN Library Search Engine. ILSE ist ein sogenanntes Resources Discovery System und ermöglicht die simultane, umfassende Suche über viele Informationsquellen mit nur einem Suchschlitz. Damit ist eine Suche nach momentan 8.124.511 Medien an einem Ort möglich.
Zur Verfügung stehen die Katalogdaten, alle Journals (wenn möglich bis auf Artikelebene), eBooks sowie viele weitere Internetressourcen (teilweise mit Volltextzugang).

ILSE beruht auf dem Resource Discovery System ALBERT, das vom KOBV zusammen mit dem GeoForschungsZentrum Potsdam entwickelt wurde.

Mit der Einführung von ILSE erreicht die Bibliothek einen wichtigen Punkt auf ihrem Weg zu einer modernen, innovativen Informations- und Wissenseinrichtung für die WissenschaftlerInnen des IPN.

ILSE

Tools zum kollaborativen Arbeiten

Wenn man mit KollegInnen und WissenschaftlerInnen anderer Einrichtungen zusammen arbeitet, ist es doch ganz praktisch, wenn man nicht alle Dokumente, Daten etc. immer per Mail hin und her schicken muss, sondern alles an einem Ort lagern kann, auf den dann alle zugreifen können und der im besten Fall auch noch das gemeinsame Arbeiten an ein und demselben Dokument ermöglicht.

Neben Google Drive und Dropbox wollten sich dafür die virtuellen Forschungsumgebungen (z.B. edumeres.net) anbieten. Leider scheinen die ein Schuss in den berühmten Ofen zu sein. Jedenfalls habe ich edumeres.net und escience Network ausprobiert und musste leider feststellen, das beide nichts taugen. edumeres.net hat seit Monaten Typo3-Fehler und soll, wie ich gehört habe, wieder abgeschaltet werden. Beim escience Network scheitert man schon bei der Anmeldung, da dort schon ein Fehler auftritt (auch seit Monaten) und man gar nicht bis ins Netzwerk kommt.

Also müssen doch andere Tools her. Ich selbst benutze für ein interdisziplinäres Projekt Google Drive. Dort werden alle relevanten Dokumente und Daten gesammelt, außerdem gemeinsam an Abstract-Versionen für Vorträge gebastelt, die Präsentation gestaltet, das Protokoll zur Skype-Konferenz live mitgetippt und vieles mehr. Die Rechteverwaltung ist nicht großartig ausgefeilt aber ausreichend und so lange man damit leben kann, das Google das Projekt quasi „mit liest“ ist es wirklich praktisch.

Eine Datenschutz-konformere Alternative ist z.B. DBook, ein Start-Up aus Deutschland, das eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbietet und seine Server in Deutschland stehen hat.  Außerdem gibt es von IBM LotusQuickr, um die Team-Zusammenarbeit zu vereinfachen. Quickr ermöglicht neben der Dokumentenverwaltung auch eine direkte Kommunikation durch Foren und eine gemeinsame Arbeitsorganisation mit Hilfe von Team Spaces und einem Wiki.

Wer gerne Dropbox benutzt, um immer und überall an seine Daten zu kommen und diese auch mit anderen zu teilen, dem aber der Datenschutz auch wichtig ist, der kann sich hier in diesem Artikel über Alternativen informieren. Zielgruppe sind hier die Lehrer, die neben den Unterrichtsmaterialien ja auch sensible Schülerdaten haben und diese natürlich so sicher wie möglich hinterlegen müssen. Vorgestellt werden die Tools SpiderOak, Teamdrive, Tresorit und  Wuala.

Was in dem Beitrag nicht erwähnt wird ist die Möglichkeit, eine eigene Cloud  zu erhalten (sogar mit eigenem Server wer mag), dafür gibt es das Open Source Tool OwnCloud.  Das wird hier ausführlich beschrieben. Wer mit seinen ProjektkollegInnen außerdem noch gemeinsam Mind mappen möchte, kann dies mit diesem Tool hier organisieren.

Und zu guter Letzt noch der Hinweis auf einen lesenswerten Artikel über ein Design-Unternehmen, das mit verschiedenen Tools das Zusammenarbeiten seiner Mitarbeiter an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt managt. Quasi ein rund-um-Schlag an Collaborative-Tools.

Was dabei nicht vergessen werden darf: Es ist toll, wenn es die Tools kostenlos gibt. Dann sind die EntwicklerInnen aber auf Dritt-FinanziererInnen angewiesen und damit leichter korrumpierbar. Das heißt, dass z.B. der Datenschutz dann vielleicht keine so große Rolle spielt. Daher sollte man nicht davor zurückschrecken, für einen guten Dienst auch etwas Geld zu zahlen.

Nachtrag, 25.07.2014: Herr Kampschulte empfahl mir gestern Abend noch das Tool Mahara, das eigentlich für die kollaborative Zusammenarbeit im Klassenraum entwickelt wurde. Es beinhaltet aber auch umfangreiche „social media“ Tools wie Blogs, Chats, und Foren. Es ist open source und man muss es auf einem eigenen Server installieren, was nach Aussage von Herrn Kampschulte aber selbst für eine Laien machbar ist.

 

Sichere Dropbox-Alternativen für Lehrer/innen

Die meisten Lehrer/innen arbeiten zur Synchronisation ihrer Daten (Heim – Schule, mobil) mit Dropbox. Wer jedoch sensible Daten (z.B. Schüldaten) unverschlüsselt in die Dropbox schiebt, handelt fahrlässig. Sicherere Alternativen sind möglicherweise SpiderOak, Wuala, Tresorit oder TeamDrive mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Außerdem einige Hinweise zur manuellen Verschlüsselung Ihrer Daten mit TrueCrypt oder BoxCryptor.

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[Quelle: Der Lehrerfreund]