Archiv der Kategorie: Leibniz-Gemeinschaft

Leibniz Institute for Science and Mathematics Education joins OpenAPC

Das IPN ist im Januar 2017 dem Projekt OpenAPC beigetreten, dass zum Ziel hat, Informationen über gezahlte Article Processing Charges (APC) offenzulegen.

We welcome the IPN (Leibniz Institute for Science and Mathematics Education) as new contributing institution! The IPN Library manages the Institute’s Open Access publication fund which pays APCs for articles published by IPN scientists.

About the dataset

The initial dataset contributed by the IPN contains information on publication fees paid in 2016 and 2017.

Cost Data

The data covers publication fees for 26 articles. Total expenditure amounts to 57 512€ and the average fee is 2 212€.

The following table and plots show the payments the IPN Library has made to publishers in 2016 and 2017. [-> zum vollständigen Beitrag]

Weitere Informationen zu dem OpenAPC-Projekt finden sich hier.

Open Science Conference // 21. bis 22. März 2017 in Berlin

Open Science Conference

Im März 2017 findet die mittlerweile vierte internationale Konferenz des Leibniz-Forschungsverbundes Science 2.0 statt.
Die Open Science Conference ist ein einmaliges Forum für die Open Science-Bewegung. Sie bietet Forschenden, Fachleuten aus Bibliotheken sowie Fachexperten aus der Wissenschaftspolitik die einzigartige Möglichkeit, sich zu Anwendungen, Erfahrungen und Strategien zum Thema Open Science auszutauschen. Der thematische Fokus in diesem Jahr liegt auf „Open Educational Resources“.

Besonders hervorzuheben ist die Opening Session mit Professor Johannes Vogel, Chairman of the Open Science Policy Platform, und Professor Barend Mons, Chairman of the High Level Expert Group on the European Open Science Cloud.

Neben Vorträgen internationaler Expertinnen und Experten gibt es ein interessantes Konferenzprogramm mit Poster Session, Panel Diskussion sowie zwei Workshops des EU-Projektes OpenUp.

Zum Programm: http://www.open-science-conference.eu/programme/

Zur Anmeldung: http://www.open-science-conference.eu/registration/

Hashtag: #osc2017

Save the date! 21.-23.03.2017, Berlin

P.S. Versäumen Sie nicht das Barcamp zu Konferenz am 20.März 2017. http://www.open-science-conference.eu/barcamp/

BMBF veröffentlicht eigene Open-Access-Strategie

Heute hat das BMBF seine eigene Open-Access-Strategie veröffentlicht  (vgl. die Pressemitteilung des BMBF und https://www.bmbf.de/files/Open-Access-in-Deutschland_Online-Publikation.pdf).

Diese enthält zum einen ein OA-Mandat für BMBF-geförderte Projekte, zum anderen aber auch interessante Ansätze für eine zentrale nationale Rolle  des BMBF bei Open Access. Z.B. soll es ein BMBF-Dialogforum mit „zentralen Akteuren des deutschen Wissenschaftssystems“ geben oder einen nationalen „Open-Access-Monitor“, der nicht nur den Anteil von OA-Veröffentlichungen an allen Publikationen messen soll, sondern auch die finanziellen Aufwendungen in diesem Bereich.

Marco Tullney von der TIB hat dazu bereits eine sehr differenzierte und lesenswerte Einschätzung auf dem Blog der TIB veröffentlicht. Er schreibt:

Insgesamt ist die Open-Access-Strategie zu begrüßen. Bemerkenswert ist das klare Bekenntnis zu Open Access und zur Umstellung auf Open Access. Ähnliche Positionierungen haben v.a. die Forschungsorganisationen in der letzten Zeit vorgenommen, zuletzt mit deutlich klarer und schärfer als bisher formulierten Open-Access-Strategien die Helmholtz-Gemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft. Auch die Leibniz-Gemeinschaft überarbeitet zur Zeit ihre Open-Access-Strategie. Sie hat sich bereits im „Pakt für Forschung und Innovation“ für das Ziel, Open Access zum Standard zu machen, ausgesprochen.

Im Detail finden sich teilweise noch wenig konkrete Festlegungen und Ziele. Es wird vor allem auf die bereits existierenden Initiativen und Trends verwiesen. Hier möchte das Ministerium unterstützen durch eigene Aktivitäten (Information, Auswertung). Bei den eigenen Förderkriterien bleibt die genaue Positionierung noch unklar, aber grundsätzlich ist eine Open-Access-Klausel in der BMBF-Förderung sehr begrüßenswert. Das Ziel des Monitoring ist spannend und notwendig (siehe auch „Wie messen wir unseren Open-Access-Anteil“) und verdient die Unterstützung weiterer Akteure aus der Wissenschaftslandschaft. Ein Strategiepapier legt die großen Linien fest. Die Implementierung der angekündigten Maßnahmen wird Konkretisierungen erfordern, dabei wird es auch vielfältige Kooperationsmöglichkeiten mit existierenden Vorhaben geben.

Das BMBF legt Wert darauf, dass die Open-Access-Modelle nur gelingen können, wenn die digitalen Publikationen „durch technische und organisatorische Maßnahmen zitierbar, auffindbar und dauerhaft verfügbar“ gemacht werden können. Es ist gut, dass wir Bibliotheken und Einrichtungen der Informationsinfrastruktur haben, die sich bereits seit langem dafür aufgestellt haben und die solche Anforderungen in Regelsets wie dem des DINI-Zertifikats verankert haben. Die Open-Access-Transformation kann kommen!

Die „Welt“ hat ebenfalls dazu ein Interview mit Bundesministerin Wanka geführt:                                                  https://www.bmbf.de/de/das-buch-wird-nicht-verdraengt-3338.html

Der Verbund Forschungsdaten Bildung

Forschungsdaten sind eine essentielle Grundlage für wissenschaftliches Arbeiten. Daher ist es notwendig, dass diese gut dokumentiert und archiviert werden. Ein verlässlicher Zugang zu ihnen sorgt zum einen für Transparenz und Nachvollziehbarkeit und fördert zum anderen den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. So können Daten, die erstmalig erhoben werden (Primärdaten), z.b. mit neuen Fragestellungen und Perspektiven innerhalb eigener methodischer Settings weiter genutzt werden. Im Bildungsbereich gibt es dabei die Herausforderung, dass der Zugang zum Forschungsfeld Schule immer schwieriger wird, weil immer wieder, z.T. auch die gleichen, WissenschaftlerInnen kommen und zusätzlich zu den existierenden Evaluations- und Lernstandserhebungen innerhalb der Schule Untersuchungen durchführen wollen. Daher ist es gerade in diesem Wissenschaftsbereich sinnvoll und notwendig, einmal erhobene Daten der Nachnutzung durch andere zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der neuen Themenstellung der Datennachhaltigkeit und Daten(nach)nutzung sowie einer für die WissenschaftlerInnen des Fachgebiets vielgestaltigen und unübersichtlichen Forschungsdatenlandschaft, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Ende 2013 ein Pilotvorhaben gestartet: den Verbund Forschungsdaten Bildung.

Übersicht Forschungsdatenrepositorien Bildungswissenschaft

Die drei Verbundpartner sind das DIPF, das GESIS und das IQB. Ihre Aufgabe besteht darin, eine vernetzte Archivierungsinfrastruktur für Projekte aus der Bildungsforschung zu etablieren und die Forschungsdaten unter Wahrung ethischer und rechtlicher Erfordernisse nutzerfreundlich und standortunabhängig zur Nachnutzung zur Verfügung zu stellen.  Die Projekte können ihre Daten zentral und online melden, dokumentieren und übermitteln. Der Verbund führt eine erste formale Prüfung der Daten und der beschreibenden Metadaten durch und organisiert die verteilte Archivierung. Aufbereitung und Verfügbarmachung der Daten entsprechen den vorhandenen Expertisen und Zuständigkeiten der Verbundpartner. Diese sehen vor, dass das DIPF den Bereich der qualitativen (audio-visuellen) Daten verantwortet, während das GESIS die quantitativen Umfragedaten und das IQB die Daten aus den Leistungstests archiviert und bereitstellt.

Den zentralen Zugang zu allen Studien und zusammengehörigen Daten erhält man über das Portal
forschungsdaten-bildung.de.

Portal_ForschungsdatenBildung

Neben der Datenbereitstellung bietet der Verbund Schulungen zum Datenmanagement und eine projektbezogene Beratung an. In diesem Zusammenhang sind insbesondere datenschutz- und urheberrechtliche Fragen, konkrete Anliegen, wie die rechtssichere Gestaltung von Einverständniserklärungen, die Einschätzung behördlicher Auflagen, aber auch die Sorge um den Schutz der eigenen wissenschaftlichen Investitionen beim Data Sharing, für die WissenschaftlerInnen von Interesse.

Ziel des Vorhabens ist es, den WissenschaftlerInnen in Zukunft einen einfachen, rechtssicheren und verlässlichen Zugang zu Forschungsdaten zu gewährleisten, ganz gleich wo diese archiviert sind.

(Quelle: Bambey, D. (2016): Wertvolle wissenschaftliche Ressourcen sichern und nutzen – der Verbund Forschungsdaten Bildung. DIPF informiert, (23), S. 24-26.)

3. International Science 2.0 Conference und Barcamp in Köln

International Science 2.0 Conference
International Science 2.0 Conference

Die Fachkonferenz zur Digitalisierung der Wissenschaft wird vom 3. bis 4. Mai 2016 in Köln stattfinden.
http://www.science20-conference.eu/

In diesem Jahr widmet sich die International Science 2.0 Conference aus unterschiedlichen Perspektiven dem Thema European Open Science Cloud, indem sie die laufende Debatte zu Open Science auf europäischer Ebene aufgreift. Zur Zielgruppe der International Science 2.0 Conference zählen Entscheider/innen aus Wissenschaft und Wissenschaftspolitik, Wissenschaftler/innen mit IT-Fokus, Verlage, Praktiker aus Gedächtnisorganisationen und selbstverständlich wissenschaftliche Bibliotheken.
Es sollen zum einen die wissenschaftliche und politische Dimension der European Open Science Cloud diskutiert werden und zum anderen liegt ein Schwerpunkt der Konferenz auf konkreten Szenarien und Anwendungen, die in dem EU-Projekt EEXCESS entwickelt wurden.

Programm:                http://www.science20-conference.eu/programme/
Veranstaltungsort:  Dorint An der Messe Köln
Deutz-Mülheimer Straße 22-24
50679 Köln, Germany
Twitter Hashtag:      #sci20conf
Anmeldung:             http://www.science20-conference.eu/registration/ (Early-Bird bis 12.04.2016)

Die International Science 2.0 Conference and EEXCESS Final Conference ist eine Veranstaltung der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kooperation mit Goportis – Leibniz-Bibliotheksverbund Forschungsinformation, dem Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 und dem EEXCESS-Projekt.

Versäumen Sie nicht das Barcamp Science 2.0, welches am 2. Mai 2016 ebenfalls in Köln stattfindet.

Barcamp2016
Barcamp 2016

Forschungsdatenmanagement

Passend zur Einführung offizieller Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten durch die DFG (hier) ist auch meine Handreichung und noch viel wichtiger, die Infografik zum Thema Forschungsdatenmanagement am IPN fertig geworden!

Forschungsdatenmanagement
Creative Commons Lizenzvertrag
Infographik Forschungsdatenmanagement von Alexandra Jobmann ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

 

Hier findet sich die Handreichung:   Informationen zum Thema Forschungsdatenmanagement

Weitere Informationen unter:

http://www.ipn.uni-kiel.de/de/das-ipn/bibliothek/forschungsdatenmanagement/forschungsdatenmanagement

IPN bekennt sich zu Open Access

Die Geschäftsleitung des IPN hat am Montag dieser Woche ein Papier zur Open Access Policy des IPN verabschiedet. Die Direktorinnen und Direktoren empfehlen den IPN-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern, Forschungsergebnisse im Sinne des Open Access-Prinzips zu veröffentlichen. Dies geschieht im IPN möglichst unmittelbar durch Veröffentlichung in Open Access-Publikationsmedien und – im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten – durch parallele oder schnellstmögliche nachträgliche Zugänglichmachung der Publikationen über Dokumentenserver (Repositorien). Bei unmittelbarer Open Access-Veröffentlichung empfiehlt das IPN die Veröffentlichung unter einer freien Nutzungslizenz (zur Zeit CC BY 4.0).

Open Access steht für den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu qualitätsgeprüfter wissenschaftlicher Information im Internet. Durch den Wegfall technischer, finanzieller und rechtlicher Barrieren trägt Open Access dazu bei, wissenschaftliche Innovationsprozesse zu beschleunigen und die Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen zu verbessern. Dadurch werden wissenschaftlich Arbeitende in ihren Forschungs- und Publikationsprozessen unterstützt und der Nutzen öffentlich geförderter Forschung maximiert. Das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft bekennt sich zu Open Access. Mit seinem Auftrag, durch Forschung die Pädagogik in den Naturwissenschaften und in der Mathematik weiter zu entwickeln und zu fördern und Grundlagenforschung im Bereich Lehren und Lernen durchzuführen, hat das IPN ein besonderes Interesse daran, seine Ergebnisse frei zugänglich zu machen. Es folgt damit der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ und der „Leitlinie zu Open Access in der Leibniz-Gemeinschaft“ (Pressemitteilung des IPN).

IPN_OpenAccessPolicy

Vortrag Vergleich von Altmetrics-Providern auf der Jahrestagung der Leibniz-Bibliotheken

Vom 17.09. bis 18.09. 2015 fand im ZMT – Zentrum für Marine Tropenökologie Bremen die 16.  Jahrestagung des Arbeitskreises Bibliotheken und Informationseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft statt. Ich war eingeladen unser Altmetrics-Projekt im Forschungsverbund Science 2.0 und die letzten Ergebnisse daraus vorzustellen. Das Thema war daher der Vergleich der aktuell auf dem Markt verfügbaren Altmetrics Provider, deren Angebot und vor allem deren Ergebnisse im Bereich Altmetrics-Analysen. Wir haben diese Studie 2014 durchgeführt und mussten feststellen, dass die Anbieter sich bei ein und dasselben Datenset an DOIs teilweise gravierend zum einen in der Abdeckung (also in der Anzahl der gefundenen Artikel) und zum anderen im Impact (also der gefundenen Altmetrics-Daten zu den Artikeln) unterscheiden. Die Slides sind als PDF unter CC-BY-4.0 verfügbar.

JT2015_Vortrag Altmetrics Analysetools_Alexandra Jobmann

Creative Commons Lizenzvertrag
Altmetrics für die Leibniz-Gemeinschaft: Ein Vergleich verschiedener Analyse-Tools von Alexandra Jobmann ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz.

Den vollständigen Bericht zu der Studie findet ihr hier.

SAVE THE DATE: Open-Access-Workshop für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Open-Access-Workshop für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Leibniz-Gemeinschaft am 16.09.2015 in Bremen

Am Mittwoch, 16.09.2015, am Vortag der Jahrestagung des AK Bibliotheken und Informationseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft, findet ein Open-Access-Workshop für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Leibniz-Gemeinschaft statt. Der Workshop wird von ZB MED – Leibniz Informationszentrum Lebenswissenschaften, der Technischen Informationsbibliothek Hannover (TIB), der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, dem Arbeitskreis Open Access und der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft organisiert.

Die Veranstaltung wird aus Vorträgen und fachspezifischem Erfahrungsaustausch bestehen und sich thematisch an den Open-Access-Aktivitäten der Leibniz-Gemeinschaft orientieren. Sie richtet sich an Open-Access-Beauftragte oder -Verantwortliche, Publikationsmanagerinnen und -manager sowie alle anderen Interessierten aus Leibniz-Instituten.

♥ Liebe WissenschaftlerInnen, das ist euer Stichwort! Kommt nach Bremen, werdet Open Access Multiplikatoren und zeigt eurer Community wie die Zukunft des Publizierens aussieht! ♥

Die Veranstaltung findet am 16.9.2015 von 9-18 Uhr im Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie GmbH in Bremen statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das vorläufige Programm finden Sie hier: SAVE_THE_DATE_Open_Access_Workshop. Die Registrierung wird voraussichtlich ab Mitte Juli möglich sein.

 

„The Bad News About the Good News“ – Nachlese zum BarCamp Science 2.0

Die gute Nachricht (laut Christian Heise) zuerst: Openness has won!

Wie das im Detail aussieht wurde am Dienstag (24.03.2015) auf dem der Science 2.0 Conference vorgelagerten BarCamp diskutiert. Es stand dabei unter dem Motto “Opening up Science, crossing borders”, das zum Glück so weit gefasst ist, das man da quasi alles diskutieren kann. Was bei den knapp 40 Teilnehmern dann auch zu einer erstaunlichen Breite an Session-Themen geführt hat.

Die fleißigen Organisatoren der ZBW haben über Etherpads dafür gesorgt, dass die Diskussionsstränge und -ergebnisse mit allen geteilt werden konnten: https://etherpad.wikimedia.org/p/s20bar

Der Rahmen (WLAN, Räume, Essen und Trinken) war ebenfalls ganz hervorragend organisiert.

Das war ja mein erstes BarCamp und zum Glück bin ich um die „offizielle“ Regel, dass alle Neulinge eine Session anbieten müssen, drumherum gekommen und konnte es somit als Teilnehmerin genießen.  Und beim Blick auf den Sessionplan ging schon das Gefühl los: es gibt eindeutig zu viele spannende Sessions und ich würde mich gern spontan verdoppeln oder verdreifachen. So ist die Qual der Wahl das erste was man lernt (ich will gar nicht wissen wie das bei den großen BarCamps ist O_o). Entschieden hatte ich mich als erstes für The Research Institute of/for the 21st century von @janschmidt. Hier diskutierten wir darüber, ob es in Zukunft noch Forschungsinstitute resp. Universitäten geben wird (Ja, aber…) und wie diese gegebenenfalls arbeiten. In dem Zusammenhang kam auch die Frage auf, ob wir in Zukunft noch Professoren/ Doktoren etc. brauchen oder ob wir nicht alle Citizen sind, die an einer Einrichtung wissenschaftlich tätig sind, ohne Titel oder Hierarchien. Ein schöner Gedanke. Jedenfalls sind wir zu dem Schluss gekommen, dass auch in Zukunft eine Forschungs- und Informationsinfrastruktur nötig sein wird und dies wahrscheinlich dann die Aufgabe der Forschungseinrichtungen sein wird, diese zur Verfügung zu stellen.

Session zwei war dann Altmetrics and scholarly communication von @PeterKraker und @elisab79, nicht so viel neues für mich dabei aber doch noch ein paar interessante Aspekte, vor allem aus der Diskussion nach dem kurzen Einführungsvortrag der beiden. So spannend, dass wir am Ende noch zu dritt so lange quasselten, bis die Hälfte der Mittagspause schon rum war. Also auf, Essen fassen. Hier dann ausführlich mit @Sascha_Foerster über seine Diss geschnackt und schwupps war die Zeit rum und es ging weiter mit Session 3. Manche Tage haben eindeutig zu wenig Stunden. Deshalb bin ich auch zu spät zu der Inforunde zum Thema German-speaking Open Science working group von @christianheise gekommen. Es wurde die Open Science AG Deutschland vorgestellt, die letztes Jahr im Rahmen des OK Festivals entstanden ist und geprüft, ob sich noch weitere Mitstreiter finden. Das Interesse daran war eigentlich bei allen vorhanden, aber wie so häufig fehlt die Zeit. Von der Open Science AG Graz kann gelernt werden, dass das Engagement eher bei konkreten Aktionen entsteht (z.B. open science ASAP, Hackathon mit Community-Treffen im Anschluss), ein Weg der auch hier eingeschlagen werden soll. Wichtig ist, das Bewusstsein für das Thema Open Science / Open Knowledge zu schaffen und es präsent zu halten.

Bei Session 4 war ich erst unentschlossen, wohin mich wenden. Bin dann zu @lambo zu Open Web Index: Why, how and who? gegangen und habe eine Menge über Webindizes, das Internet Archiv und Suchmaschinen gelernt.


Die letzte Session vereinte die beiden Diskussionsleiter vom Nachmittag (@lambo, @christianheise) und drehte sich eigentlich um zwei Themen: Facebook for science services and collaborative Tools. Leider haben wir nur den erste Teil konkret geschafft, wobei ResearchGate und Mendeley ja auch kollaborative Tools sind. Im Etherpad findet sich dazu auch eine Linkliste. Als Kernaussagen ließ sich festhalten, dass diese Facebook-für-Wissenschaftler-Tools wohl deshalb so gut funktionieren, weil sie ermöglichen, dass man im Web gefunden wird und sich dabei auch noch gut darstellen kann. Außerdem haben viele eine gute Nutzerperformance, funktionieren und sind einfach zu verstehen. Aber da sie kommerziell sind, sind alle Daten die dort drin landen, das Eigentum der Anbieter. Das ist dann doch sehr problematisch.

Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen, diese offene Variante der Themen, wenig organisatorische Vorgaben und die Freiheit zu diskutieren, was man eben gerade spannend findet, ist eine tolle Mischung. Und da wir nur so wenige waren, sind alle problemlos zu Wort gekommen! Durch die Etherpads und Twitter hatte man außerdem die Chance zu verfolgen, was in den andern Diskussionsrunden so lief.

Und auf alle Fälle versuche ich künftig noch mehr BarCamps zu besuchen 🙂