Archiv der Kategorie: Social Web

Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt! Urheber- und Persönlichkeitsrechte im Internet

Im Zeitalter von Sozialen Netzwerken, Messenger-Apps, Video-Portalen und Filehostern ist es unerlässlich, die relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen zu kennen. Ansonsten können plötzlich Abmahnungen und Unterlassungserklärungen im Briefkasten liegen. Das betrifft nicht nur Fotos bei Instagram sondern auch wissenschaftliche Publikationen bei ResearchGate
Die Broschüre „Nicht alles, was geht, ist auch erlaubt!“ von klicksafe und iRights.info versorgt die Internet-NutzerInnen mit den wichtigsten Informationen über Urheber- und Persönlichkeitsrechte und damit verbundene Haftungsrisiken.

Die Broschüre richtet sich zwar vorranig an Jugendliche, Eltern und PädagogInnen für den Einsatz zur Medienerziehung, aber die grundlegenden Regeln  sollten jede/r Internet-NutzerIn bekannt sein.

Hier gehts zur Ankündigung.

Download der Broschüre.

„The Bad News About the Good News“ – Nachlese zum BarCamp Science 2.0

Die gute Nachricht (laut Christian Heise) zuerst: Openness has won!

Wie das im Detail aussieht wurde am Dienstag (24.03.2015) auf dem der Science 2.0 Conference vorgelagerten BarCamp diskutiert. Es stand dabei unter dem Motto “Opening up Science, crossing borders”, das zum Glück so weit gefasst ist, das man da quasi alles diskutieren kann. Was bei den knapp 40 Teilnehmern dann auch zu einer erstaunlichen Breite an Session-Themen geführt hat.

Die fleißigen Organisatoren der ZBW haben über Etherpads dafür gesorgt, dass die Diskussionsstränge und -ergebnisse mit allen geteilt werden konnten: https://etherpad.wikimedia.org/p/s20bar

Der Rahmen (WLAN, Räume, Essen und Trinken) war ebenfalls ganz hervorragend organisiert.

Das war ja mein erstes BarCamp und zum Glück bin ich um die „offizielle“ Regel, dass alle Neulinge eine Session anbieten müssen, drumherum gekommen und konnte es somit als Teilnehmerin genießen.  Und beim Blick auf den Sessionplan ging schon das Gefühl los: es gibt eindeutig zu viele spannende Sessions und ich würde mich gern spontan verdoppeln oder verdreifachen. So ist die Qual der Wahl das erste was man lernt (ich will gar nicht wissen wie das bei den großen BarCamps ist O_o). Entschieden hatte ich mich als erstes für The Research Institute of/for the 21st century von @janschmidt. Hier diskutierten wir darüber, ob es in Zukunft noch Forschungsinstitute resp. Universitäten geben wird (Ja, aber…) und wie diese gegebenenfalls arbeiten. In dem Zusammenhang kam auch die Frage auf, ob wir in Zukunft noch Professoren/ Doktoren etc. brauchen oder ob wir nicht alle Citizen sind, die an einer Einrichtung wissenschaftlich tätig sind, ohne Titel oder Hierarchien. Ein schöner Gedanke. Jedenfalls sind wir zu dem Schluss gekommen, dass auch in Zukunft eine Forschungs- und Informationsinfrastruktur nötig sein wird und dies wahrscheinlich dann die Aufgabe der Forschungseinrichtungen sein wird, diese zur Verfügung zu stellen.

Session zwei war dann Altmetrics and scholarly communication von @PeterKraker und @elisab79, nicht so viel neues für mich dabei aber doch noch ein paar interessante Aspekte, vor allem aus der Diskussion nach dem kurzen Einführungsvortrag der beiden. So spannend, dass wir am Ende noch zu dritt so lange quasselten, bis die Hälfte der Mittagspause schon rum war. Also auf, Essen fassen. Hier dann ausführlich mit @Sascha_Foerster über seine Diss geschnackt und schwupps war die Zeit rum und es ging weiter mit Session 3. Manche Tage haben eindeutig zu wenig Stunden. Deshalb bin ich auch zu spät zu der Inforunde zum Thema German-speaking Open Science working group von @christianheise gekommen. Es wurde die Open Science AG Deutschland vorgestellt, die letztes Jahr im Rahmen des OK Festivals entstanden ist und geprüft, ob sich noch weitere Mitstreiter finden. Das Interesse daran war eigentlich bei allen vorhanden, aber wie so häufig fehlt die Zeit. Von der Open Science AG Graz kann gelernt werden, dass das Engagement eher bei konkreten Aktionen entsteht (z.B. open science ASAP, Hackathon mit Community-Treffen im Anschluss), ein Weg der auch hier eingeschlagen werden soll. Wichtig ist, das Bewusstsein für das Thema Open Science / Open Knowledge zu schaffen und es präsent zu halten.

Bei Session 4 war ich erst unentschlossen, wohin mich wenden. Bin dann zu @lambo zu Open Web Index: Why, how and who? gegangen und habe eine Menge über Webindizes, das Internet Archiv und Suchmaschinen gelernt.


Die letzte Session vereinte die beiden Diskussionsleiter vom Nachmittag (@lambo, @christianheise) und drehte sich eigentlich um zwei Themen: Facebook for science services and collaborative Tools. Leider haben wir nur den erste Teil konkret geschafft, wobei ResearchGate und Mendeley ja auch kollaborative Tools sind. Im Etherpad findet sich dazu auch eine Linkliste. Als Kernaussagen ließ sich festhalten, dass diese Facebook-für-Wissenschaftler-Tools wohl deshalb so gut funktionieren, weil sie ermöglichen, dass man im Web gefunden wird und sich dabei auch noch gut darstellen kann. Außerdem haben viele eine gute Nutzerperformance, funktionieren und sind einfach zu verstehen. Aber da sie kommerziell sind, sind alle Daten die dort drin landen, das Eigentum der Anbieter. Das ist dann doch sehr problematisch.

Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen, diese offene Variante der Themen, wenig organisatorische Vorgaben und die Freiheit zu diskutieren, was man eben gerade spannend findet, ist eine tolle Mischung. Und da wir nur so wenige waren, sind alle problemlos zu Wort gekommen! Durch die Etherpads und Twitter hatte man außerdem die Chance zu verfolgen, was in den andern Diskussionsrunden so lief.

Und auf alle Fälle versuche ich künftig noch mehr BarCamps zu besuchen 🙂

Sichere Dropbox-Alternativen für Lehrer/innen

Die meisten Lehrer/innen arbeiten zur Synchronisation ihrer Daten (Heim – Schule, mobil) mit Dropbox. Wer jedoch sensible Daten (z.B. Schüldaten) unverschlüsselt in die Dropbox schiebt, handelt fahrlässig. Sicherere Alternativen sind möglicherweise SpiderOak, Wuala, Tresorit oder TeamDrive mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Außerdem einige Hinweise zur manuellen Verschlüsselung Ihrer Daten mit TrueCrypt oder BoxCryptor.

[Mehr]

[Quelle: Der Lehrerfreund]

Dem brauche ich gar nichts weiter hinzufügen:

If you don’t include altmetrics on your CV, you’re missing out in a big way.

There are many benefits to scholars and scholarship when altmetrics are embedded in a CV.

Altmetrics can:

  1. provide additional information;
  2. de-emphasize inappropriate metrics;
  3. uncover the impact of just-published work;
  4. legitimize all types of scholarly products;
  5. recognize diverse impact flavors;
  6. reward effective efforts to facilitate reuse;
  7. encourage a focus on public engagement;
  8. facilitate qualitative exploration;
  9. empower publication choice; and
  10. spur innovation in research evaluation.

In this article, we’ll detail why these benefits are important to your career, and also recommend the ways you should–and shouldn’t–include altmetrics in your CV.

Bericht von der LIDA 2014

Vor mittlerweile 3 Wochen war ich in Zadar (Kroatien) zur Libraries in the Digital Age Conference (LIDA), um dort einen Vortrag zu halten.  Diese 2-jährige internationale Konferenz beschäftigt sich mit der Transformation von Bibliotheken und Informationsservices im Digitalen. Dazu gab es in diesem Jahr 2 Themenstränge:

Part I: Qualitative methods in assessing libraries, users, & use: applications, results.

Part II: Altmetrics – new methods in assessing scholarly communication and libraries: issues applications, results.

Im Rahmen des Projektes „Altmetrics in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen“ im Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 hatte Frau Prof. Dr. Isabella Peters für die Projektgruppe einen Vortrag für Part II eingereicht, der angenommen wurde.  Unter dem Titel „Altmetrics for large, multidisciplinary research groups: A case study of the Leibniz Association“ haben Frau Peters und ich den Vortrag am Dienstag, den 17.06.2014, gehalten. Der Vortrag war eine Ausweitung des Posters, das wir auf der Science 2.0 Conference in Hamburg Ende März präsentiert haben. Mit aktuellen Daten konnten wir einen Einblick in das Publikationsverhalten der Wissenschaftler aber auch in die Gewohnheiten der LeserInnen von Leibniz-Publikationen geben. Ziel der Studie war, zu ermitteln, wo die LeserInnen der Leibniz-Publikationen im Social Web (wie Mendeley, Twitter, Facebook, Blogs etc.) je nach Disziplin zu finden sind und wie sie dort interagieren.

Die Ergebnisse und die Vortragsfolien können im Proceedingsband nachgelesen werden.

Nachlese: Science 2.0 Conference

Krankheitsbedingt erfolgt jetzt erst das Resümee der Science 2.0 Conference.

Am 26. und 27. März 2014 fand in Hamburg im Empire Riverside Hotel die First International Science 2.0 Conference statt. Ausgerichtet wurde die Konferenz vom Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 und GOPORTIS. Mehr als 150 Teilnehmer aus 11 Ländern waren zu dieser ersten interdisziplinären Tagung zur digitalen Wissenschaft angereist. Leider war sie durch die althergebrachten Konferenzstrukturen (30-35 Minuten Vortrag, 3 Nachfragen und dann weiter) eher eine Konferenz 1.0 zum Thema Science 2.0 und dem Thema vom Aufbau her damit nur bedingt angemessen. Auch wenn ein Twitter-Hashtag und der Live-Stream ein Schritt in die richtige Richtung sind, wäre  es wünschenswert, wenn die Organisatoren für die 2. Konferenz 2015 über ein BarCamp oder eine andere offene Konferenzstruktur nachdenken würden.

Aber genug der Kritik. Hauptthemen der Tagung waren (1) Nutzung moderner Internettechnologien im Forschungsprozess, (2) Social Web im Wissenschaftsalltag und (3) neue Formen der Wissenschaftskommunikation, die durch die zahlreichen spannenden Vorträge und Poster gut präsentiert wurden.
Highlights waren für mich die 2 Lightning Talks und Poster Cafés (jeweils 14:00-15:30 Uhr), in denen Projekte aus dem Forschungsverbund (Tag 1) und aus den Bibliotheken zum Thema Science 2.0 (Tag 2) in 3-minütigen Talks und dann am Poster vorgestellt wurden. Außerdem die Vorträge von Prof. Dr. David Nicholas  [Slides], Prof. Michael Granitzer [Slides], Prof. Paweł Szczęsny [Slides] und Prof. Denis Helic [Slides].

Das IPN war als Mitglied des Forschungsverbundes Science 2.0 selbstverständlich auch mit einem Beitrag vertreten. Ich habe einen Talk zum Thema „Altmetrics in a Large, Multidisciplinary Research Groups: A Case Study of the Leibniz Association“ [Slides] gehalten und zusammen mit den Mitgliedern der Projektgruppe „Altmetrics in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen“ das dazugehörige Poster vorgestellt.

Alles in allem war es eine gelungene, spannende Konferenz, in der wir als Projektgruppe auch einige neue Kontakte knüpfen konnten und frische Ideen für die Fortführung unseres Projektes sammeln konnten.

Siehe auch:                                                                                                                                                                                              http://www.zbw.eu/de/ueber-uns/aktuelles/meldung/news/erste-internationale-science-20-conference-erfolgreich-abgeschlossen-wissenschaftliche-biblioth/                                                                                                                                                                 http://hybridpublishing.org/2014/03/international-science-2-0-conference-twitter-review-day-1/                                                   http://eventifier.com/event/sci20conf/popular                                                                                                                                                           https://www.rebelmouse.com/sci20conf/                                                                                                                                                                     http://www.infomous.com/node/49631                                                                                                                                                                         http://www.hbxt.org/2014/03/wir-brauchen-auch-conference-2.html

Reminder: First International Science 2.0 Conference

Zur Erinnerung: nächste Woche findet am 26. und 27. März 2014 die First International Science 2.0 Conference in Hamburg statt! Ausgerichtet vom Forschungsverbund Science 2.0 der Leibniz-Gemeinschaft wird die Konferenz im Empire Riverside Hotel stattfinden. Mit dabei ist auch das IPN, welches in der Postersession das Poster „Altmetrics for large, multidisciplinary research groups: A case study of the Leibniz Association“ zusammen mit den Projektpartnern der ZB MED, der Universität St. Gallen, des IfW und der ZBW vorstellt.

Passend dazu hat der Forschungsverbund kürzlich in einer Pressemitteilung die Ergebnisse aus einer bundesweiten Befragung zum Thema „Nutzung von Social Media“ veröffentlicht:

„Twitter spielt für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kaum eine Rolle. Stattdessen stehen spezialisierte Anwendungen wie Academia, Dropbox oder Moodle hoch im Kurs. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia wird in Forschung und Lehre besonders viel genutzt. Der Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 legt Studienbericht einer bundesweiten Befragung vor.“ (Quelle: Pressemeldung vom 18.03.2014)

 

 

Video Twitter Basics

Twitter

In diesem Video wird erklärt, was Twitter ist und wie man es nutzen kann. Die folgenden Fragen werden im Tutorial beantwortet:

  • Worum geht es bei Twitter?

  • Wie kann man sich bei Twitter anmelden?

  • Wie findet man andere Nutzer oder Themen?

  • Wie kann ich mich mit anderen Nutzern vernetzen?

  • Wie tweete ich andere Nutzer an?

  • Wozu kann ich Hashtags nutzen?

  • Wie kann ich Medien in Tweets einbinden?


Leider ist das Video etwas unscharf, also am besten im Vollbild-Modus anschauen. [Link]
Wer nach diesem Video noch ein paar Anregungen braucht, um sich mit Twitter auseinanderzusetzen, kann dies in Lektion 6: Gezwitscher mit Twitter der 18 Dinge tun.

Quellen:
Kiesler, Natalie: Wilma’s Tutorials: Twitter Basics, Soziale Medienbildung

Böhner, Dörte: Ein tolles Twittertutorial, bibliothekarisch.de