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Factsheet zu Open Access

Die Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) hat im Januar ein Factsheet zu Open Access (OA)veröffentlicht, das ich keinem vorenthalten möchte.

In dem 12-seitigen Papier wird noch einmal kurz erläutert, was Open Access ist und wie es bei Publikationen funktioniert.  Danach gehen die AutorInnen auf die Bedingungen von Open Access in Horizon 2020 und die Vorgaben der EU zu Open Data ein. Mit einem Überblick über die OA-Strategien in Deutschland, Österreich, Großbritannien und den USA sowie einer Übersicht mit weiterführenden Informationen schließt das Factsheet ab.

Ich empfehle jedem Interessenten und vor allem denjenigen, die Anträge im Rahmen von Horizon 2020 stellen, diese kurze und leicht verständliche Zusammenstellung der wichtigsten Informationen zu lesen und bei der Antragstellung zu Rate zu ziehen.

KoWi Factsheet OA

Copernicus Publications: Article-level metrics

Der Open Access Verlag Copernicus hat die Möglichkeiten alternativer Metriken konsequent umgesetzt und so die Impact-Messung auf Artikel-Ebene seiner Publikationen ermöglicht.

Article-level metrics (ALMs) aim to quantify the usage (downloads, views), impact (citations), saves (bookmarks), and discussion (social media) of scholarly work at the article level. ALMs comprise a set of easy-to-understand real-time impact indicators that track how an article is read, discussed, or cited. The usage is collected from individual accesses to the Copernicus library servers (robot traffic is filtered), the impact is counted from CrossRef and Google Scholar citations, the saves are counted from CiteULike and Mendeley, and the discussions are represented by Research Blogging, Facebook, ScienceSeeker, Nature Blogs, Wikipedia, WordPress.com, Reddit, and Google Blogs.

In comparison to the traditional way of measuring impact at the journal level, ALMs offer a more informative way of assessing the overall influence and reach of the articles themselves.

Article-level metrics are available for all articles of journals published by Copernicus Publications. Authors can stay up to date with their published articles and share the information about the impact of their published work with peers, funding institutions, research bodies, and the overall scientific community.

http://publications.copernicus.org/services/article_level_metrics.html

Wissen für alle: Open Access!

Aus Anlass des 10. Jahrestags der „Berliner Erklärung“ veranstaltet die Max Planck Science Gallery vom
25. Oktober bis 23. November 2013 Themenwochen zu Open Access.

AUSSTELLUNG  Wissen für alle: Open Access!

25.10.2013 – 23.11.2013

Die Ausstellung gibt Einblicke in die Welt des wissenschaftlichen Publizierens und die Globalisierung von Wissen.
Sie erklärt Schlüsselbegriffe und Hintergründe zu Open Access und zeigt die verschiedenen Perspektiven der Hauptakteure im Publikationssystem.

VERANSTALTUNGEN

4.11.2013 | 19 Uhr

Kulturgut im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit. Was bringt Open Access Museen
und Sammlungen?

Podiumsgespräch mit:

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Jürgen Renn, Direktor am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin

18.11.2013 | 19 Uhr

Who’s afraid of red tape? Open Access for a next generation science library

Podiumsgespräch in englischer Sprache mit:

Rick Luce, Dekan der Bibliotheken der University of Oklahoma

Jens Vigen, Leiter der Forschungsbibliothek am CERN

Der Eintritt ist frei.

 Wir freuen uns über Ihre Anmeldungen unter: sciencegallery@gv.mpg.de

Veranstaltungsort: Max Planck Science Gallery | Markgrafenstraße 37 | 10117 Berlin

 Das gesamte Programm finden Sie auch unter:

www.mpg.de/openaccess2013 und www.max-planck-science-gallery.de

 

Open Access vor dem Durchbruch

Eine von der Europäischen Komission finanzierte Studie hat ermittel, dass Open Access für wissenschaftliche Publikationen kurz vor dem Durchbruch steht. Der freie Zugriff setzt sich durch, man kann davon ausgehen, dass 50% aller seit 2011 erschienen Aufsätze mittlerweile kostenlos abrufbar sind. Ein Großteil der Artikel stammen aus dem STM-Bereicht, während bei den Geistes- und Sozialwissenschaften noch mehr Schranken herrschen.

Da die Europäische Kommission den freien Zugang als „entscheidenden Faktor zur Optimierung des Austauschs von Kenntnissen und damit der Innovation in Europa“ sieht, hat sie die Open Access Veröffentlichung in den Förderrichtlinien des „Horizon 2020“ Programmes verpflichtend festgeschrieben.

Weitere Informationen gibt es hier und hier.

Warum die Geisteswissenschaften zögern

Die Wissenschaftsseite des ORF hat den Althistoriker Walter Scheidel zum Thema Open Access in den Geisteswissenschaften befragt.

Walter Scheidel ist an der Stanford University beschäftigt und hat dort die „Princeton/Stanford Working Papers in Classics“ mit ins Leben gerufen, deren Artikel noch vor der Veröffentlichung in einem Fachorgan frei zugänglich in einem Online-Repositorium hinterlegt werden. Doch nicht nur dort, auch auf Webseiten wie dem Social Science Research Network (SSRN), Academia.edu und ResearchGate finden sich die Aufsätze.

Er konstatiert, dass diese Praxis in den Geisteswissenschaften sehr schief angeschaut wird und es auch wenig Feedback gibt. Seine Überlegung ist, dass die Geisteswissenschaften bei Pre-Prints immer noch die Befürchtung haben, dass jemand Ihre Ideen stiehlt oder missbraucht etc. Wobei das Prinzip der Vorveröffentlichung und damit auch der Vorkontrolle in den Naturwissenschaften sehr gut funktioniert. Beim arXive.org bspw., dem Pre-Print-Server für Physik, Mathematik und Informatik, werden die Pre-Prints von der Community gelesen und redigiert und die einzelnen Versionen nachvollziehbar hochgeladen.

Das ganze Interview gibt es hier.