Tools zum kollaborativen Arbeiten

Wenn man mit KollegInnen und WissenschaftlerInnen anderer Einrichtungen zusammen arbeitet, ist es doch ganz praktisch, wenn man nicht alle Dokumente, Daten etc. immer per Mail hin und her schicken muss, sondern alles an einem Ort lagern kann, auf den dann alle zugreifen können und der im besten Fall auch noch das gemeinsame Arbeiten an ein und demselben Dokument ermöglicht.

Neben Google Drive und Dropbox wollten sich dafür die virtuellen Forschungsumgebungen (z.B. edumeres.net) anbieten. Leider scheinen die ein Schuss in den berühmten Ofen zu sein. Jedenfalls habe ich edumeres.net und escience Network ausprobiert und musste leider feststellen, das beide nichts taugen. edumeres.net hat seit Monaten Typo3-Fehler und soll, wie ich gehört habe, wieder abgeschaltet werden. Beim escience Network scheitert man schon bei der Anmeldung, da dort schon ein Fehler auftritt (auch seit Monaten) und man gar nicht bis ins Netzwerk kommt.

Also müssen doch andere Tools her. Ich selbst benutze für ein interdisziplinäres Projekt Google Drive. Dort werden alle relevanten Dokumente und Daten gesammelt, außerdem gemeinsam an Abstract-Versionen für Vorträge gebastelt, die Präsentation gestaltet, das Protokoll zur Skype-Konferenz live mitgetippt und vieles mehr. Die Rechteverwaltung ist nicht großartig ausgefeilt aber ausreichend und so lange man damit leben kann, das Google das Projekt quasi „mit liest“ ist es wirklich praktisch.

Eine Datenschutz-konformere Alternative ist z.B. DBook, ein Start-Up aus Deutschland, das eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbietet und seine Server in Deutschland stehen hat.  Außerdem gibt es von IBM LotusQuickr, um die Team-Zusammenarbeit zu vereinfachen. Quickr ermöglicht neben der Dokumentenverwaltung auch eine direkte Kommunikation durch Foren und eine gemeinsame Arbeitsorganisation mit Hilfe von Team Spaces und einem Wiki.

Wer gerne Dropbox benutzt, um immer und überall an seine Daten zu kommen und diese auch mit anderen zu teilen, dem aber der Datenschutz auch wichtig ist, der kann sich hier in diesem Artikel über Alternativen informieren. Zielgruppe sind hier die Lehrer, die neben den Unterrichtsmaterialien ja auch sensible Schülerdaten haben und diese natürlich so sicher wie möglich hinterlegen müssen. Vorgestellt werden die Tools SpiderOak, Teamdrive, Tresorit und  Wuala.

Was in dem Beitrag nicht erwähnt wird ist die Möglichkeit, eine eigene Cloud  zu erhalten (sogar mit eigenem Server wer mag), dafür gibt es das Open Source Tool OwnCloud.  Das wird hier ausführlich beschrieben. Wer mit seinen ProjektkollegInnen außerdem noch gemeinsam Mind mappen möchte, kann dies mit diesem Tool hier organisieren.

Und zu guter Letzt noch der Hinweis auf einen lesenswerten Artikel über ein Design-Unternehmen, das mit verschiedenen Tools das Zusammenarbeiten seiner Mitarbeiter an verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt managt. Quasi ein rund-um-Schlag an Collaborative-Tools.

Was dabei nicht vergessen werden darf: Es ist toll, wenn es die Tools kostenlos gibt. Dann sind die EntwicklerInnen aber auf Dritt-FinanziererInnen angewiesen und damit leichter korrumpierbar. Das heißt, dass z.B. der Datenschutz dann vielleicht keine so große Rolle spielt. Daher sollte man nicht davor zurückschrecken, für einen guten Dienst auch etwas Geld zu zahlen.

Nachtrag, 25.07.2014: Herr Kampschulte empfahl mir gestern Abend noch das Tool Mahara, das eigentlich für die kollaborative Zusammenarbeit im Klassenraum entwickelt wurde. Es beinhaltet aber auch umfangreiche „social media“ Tools wie Blogs, Chats, und Foren. Es ist open source und man muss es auf einem eigenen Server installieren, was nach Aussage von Herrn Kampschulte aber selbst für eine Laien machbar ist.

 

Sichere Dropbox-Alternativen für Lehrer/innen

Die meisten Lehrer/innen arbeiten zur Synchronisation ihrer Daten (Heim – Schule, mobil) mit Dropbox. Wer jedoch sensible Daten (z.B. Schüldaten) unverschlüsselt in die Dropbox schiebt, handelt fahrlässig. Sicherere Alternativen sind möglicherweise SpiderOak, Wuala, Tresorit oder TeamDrive mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Außerdem einige Hinweise zur manuellen Verschlüsselung Ihrer Daten mit TrueCrypt oder BoxCryptor.

[Mehr]

[Quelle: Der Lehrerfreund]

Homepage des Leibniz-Forschungsverbunds Bildungspotenziale (LERN) jetzt online

Der jetzt veröffentlichte Internet-Auftritt des Leibniz-Forschungsverbunds Bildungspotenziale (LERN) bietet Informationen zum Verbund und seinen Zielen, den Partnerinstitutionen des Zusammenschlusses, den mehr als 32 aktuell durch Drittmittel geförderten Projekten, an denen mehrere Mitglieder beteiligt sind, sowie zur Nachwuchsförderung und zu den Netzwerken von LERN. Aktuelle Meldungen mit Neuigkeiten aus den

Mitgliedseinrichtungen, Pressemitteilungen, Stellenangeboten und vieles mehr runden das Angebot ab. Der Auftritt stellt die Informationen in deutscher und in englischer Sprache zur Verfügung.

In LERN haben sich Leibniz-Forscherinnen und -Forscher aus Erziehungswissenschaft, Fachdidaktiken, Neurowissenschaft, Ökonomie, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie sowie Informationswissenschaften und Informatik  von sechzehn Einrichtungen zusammengeschlossen, um ihr Fachwissen zu bündeln und die Sichtbarkeit der Leibniz-Gemeinschaft in Bildungsfragen bei Geldgebern, politischen Entscheidungsträgerinnern und -trägern, Bildungsadministration sowie in der interessierten Öffentlichkeit zu erhöhen.

Der Auftritt wird kontinuierlich weiterentwickelt. Momentan arbeitet der Verbund zum Beispiel an einem zentralen Zugang zu den von den Partnerinstitutionen freigegebenen Forschungsdaten.

Die Homepage auf Deutsch

Die Homepage auf Englisch

Dem brauche ich gar nichts weiter hinzufügen:

If you don’t include altmetrics on your CV, you’re missing out in a big way.

There are many benefits to scholars and scholarship when altmetrics are embedded in a CV.

Altmetrics can:

  1. provide additional information;
  2. de-emphasize inappropriate metrics;
  3. uncover the impact of just-published work;
  4. legitimize all types of scholarly products;
  5. recognize diverse impact flavors;
  6. reward effective efforts to facilitate reuse;
  7. encourage a focus on public engagement;
  8. facilitate qualitative exploration;
  9. empower publication choice; and
  10. spur innovation in research evaluation.

In this article, we’ll detail why these benefits are important to your career, and also recommend the ways you should–and shouldn’t–include altmetrics in your CV.

Bericht von der LIDA 2014

Vor mittlerweile 3 Wochen war ich in Zadar (Kroatien) zur Libraries in the Digital Age Conference (LIDA), um dort einen Vortrag zu halten.  Diese 2-jährige internationale Konferenz beschäftigt sich mit der Transformation von Bibliotheken und Informationsservices im Digitalen. Dazu gab es in diesem Jahr 2 Themenstränge:

Part I: Qualitative methods in assessing libraries, users, & use: applications, results.

Part II: Altmetrics – new methods in assessing scholarly communication and libraries: issues applications, results.

Im Rahmen des Projektes „Altmetrics in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen“ im Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 hatte Frau Prof. Dr. Isabella Peters für die Projektgruppe einen Vortrag für Part II eingereicht, der angenommen wurde.  Unter dem Titel „Altmetrics for large, multidisciplinary research groups: A case study of the Leibniz Association“ haben Frau Peters und ich den Vortrag am Dienstag, den 17.06.2014, gehalten. Der Vortrag war eine Ausweitung des Posters, das wir auf der Science 2.0 Conference in Hamburg Ende März präsentiert haben. Mit aktuellen Daten konnten wir einen Einblick in das Publikationsverhalten der Wissenschaftler aber auch in die Gewohnheiten der LeserInnen von Leibniz-Publikationen geben. Ziel der Studie war, zu ermitteln, wo die LeserInnen der Leibniz-Publikationen im Social Web (wie Mendeley, Twitter, Facebook, Blogs etc.) je nach Disziplin zu finden sind und wie sie dort interagieren.

Die Ergebnisse und die Vortragsfolien können im Proceedingsband nachgelesen werden.

DFG modifiziert Regelungen für Publikationsverzeichnisse

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte 2010 beschlossen, dass die Anzahl der Publikationen, die bei einem Projektantrag mit beigefügt werden müssen, die Maximalanzahl von 5 nicht überschreiten darf. Ziel war statt Quantität Qualität zu gewährleisten. Diese Idee und das Konzept ist zwar wohlwollend angenommen worden, dennoch gab es vermehrt Kritik von FachkollegInnen, dass max. 5 Publikationen für bestimmte Fachgebiete und Projekte zu stark limitiert ist.

Diese Kritik wurde aufgenommen und intensiv diskutiert, bis die Deutsche Forschungsgemeinschaft Ende März eine Entscheidung traf und die Regelungen für Publikationsverzeichnisse wie folgt modifizierte:

Zum einen werden die Vorgaben für das sogenannte projektspezifische Publikationsverzeichnis – diejenigen Publikationen, die im direkten Bezug zu dem Projekt stehen, für das Fördergelder beantragt werden oder über dessen Ergebnisse berichtet wird – vereinheitlicht und damit vereinfacht. Abhängig von der Anzahl der Antragstellerinnen und Antragsteller sowie der Förderdauer ihres Projekts konnten hier seit 2010 zwischen zwei und zwölf Publikationen angegeben werden. Künftig können einheitlich bis zu zehn Publikationen genannt werden.

Zum anderen wird die Höchstzahl für die Angaben im wissenschaftlichen Lebenslauf angehoben. Statt der seit 2010 erlaubten maximal fünf Publikationen können hier künftig bis zu zehn Publikationen genannt werden.

So kann das Konzept Qualität statt Quantität fortgeführt werden, ohne dass Fächer oder Fächerkulturen, bei denen die Obergrenze von 5 Publikationen als limitierend für die Bewertung von Anträgen und Abschlussberichten angesehen wurden, eingeschränkt werden.

Vom 03.06.-06.06.2014 findet in Bremen der 103. Bibliothekartag statt. Dies ist die größte Fortbildungsveranstaltung für BibliothekarInnen und außerdem ein super Netzwerk-Treffen mit schon bekannten und noch unbekannten KollegInnen. Es ist also ein Muss dort dabei zu sein. Das gilt natürlich auch für die zwei Bibliothekarinnen der IPN-Bibliothek.

So wird also von morgen bis Freitag die Bibliothek nur durch die HiWis besetzt sein und Mittwoch gar erst 13:00 Uhr geöffnet. Bitte beachtet das bei eurem Besuch.

Wir wünschen eine sonnige Woche und schöne Pfingsten!

Euer Bibliotheksteam

Sie schreiben an einem Artikel und wissen noch nicht, wo Sie einreichen wollen?

Probieren Sie doch mal den automatischen Journal/Author Name Estimator JANE aus:

Das Prinzip ist relativ einfach. Man kopiert das Abstract seines Artikels in die Suchmaske, der Such-Algoritmus findet Artikel, die ähnliche Worte in ähnlichen Kombinationen enthalten. Dann werden die Zeitschriften, in den diese Artikel erschienen sind, aufgelistet. Besonders gut funktioniert das ganze für medizinische Zeitschriften. Das liegt zum einen daran, dass die medizinische oder biowissenschaftliche Fachsprache eine gute semantische Auswertung erlaubt, zum anderen liegt es aber auch daran, dass PubMed relativ offen mit den Daten der gelisteten Journals umgeht und das Abgreifen dieser Daten über automatische Dienste erlaubt. Das heißt, die Datenbank PubMed bildet häufig den Datengrundstock, aus dem die Zeitschriften vorgeschlagen werden. Aber nicht nur.

Bei Jane können Sie außerdem unter den erweiterten Optionen auch die Publikationssprache auswählen, und Ihrem Artikel eine Klassifizierung hinzufügen, zum Beispiel, ob es sich um eine Klinische Studie handelt, oder einen klassischen Artikel, ein Review oder eine Meta-Analyse. Mit Jane können Sie übrigens auf die gleiche Weise auch nach Experten in einem bestimmten Fachgebiet suchen.

In der Ergebnis-Liste, die nach der von eigenfactor.org entwickelten Article Influence Score sortiert ist, wird außerdem direkt angegeben, ob es sich um Open Access Zeitschriften handelt oder nicht. Einen vergleichbaren Service bietet der Journal Selector der Firma Edanz Editing. Beide Tools sind kostenfrei nutzbar.

So viel zur Theorie. Am besten, Sie testen einfach mal, und lassen uns wissen, ob Sie die Vorschläge hilfreich fanden.

Quelle: Astrid Vieler: „Semantische Unterstützung bei der Suche nach dem passenden Journal.“ http://www.uni-muenster.de/ZBMed/aktuelles/5094 [zuletzt geprüft am 28.05.2014]

Nachlese: Science 2.0 Conference

Krankheitsbedingt erfolgt jetzt erst das Resümee der Science 2.0 Conference.

Am 26. und 27. März 2014 fand in Hamburg im Empire Riverside Hotel die First International Science 2.0 Conference statt. Ausgerichtet wurde die Konferenz vom Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 und GOPORTIS. Mehr als 150 Teilnehmer aus 11 Ländern waren zu dieser ersten interdisziplinären Tagung zur digitalen Wissenschaft angereist. Leider war sie durch die althergebrachten Konferenzstrukturen (30-35 Minuten Vortrag, 3 Nachfragen und dann weiter) eher eine Konferenz 1.0 zum Thema Science 2.0 und dem Thema vom Aufbau her damit nur bedingt angemessen. Auch wenn ein Twitter-Hashtag und der Live-Stream ein Schritt in die richtige Richtung sind, wäre  es wünschenswert, wenn die Organisatoren für die 2. Konferenz 2015 über ein BarCamp oder eine andere offene Konferenzstruktur nachdenken würden.

Aber genug der Kritik. Hauptthemen der Tagung waren (1) Nutzung moderner Internettechnologien im Forschungsprozess, (2) Social Web im Wissenschaftsalltag und (3) neue Formen der Wissenschaftskommunikation, die durch die zahlreichen spannenden Vorträge und Poster gut präsentiert wurden.
Highlights waren für mich die 2 Lightning Talks und Poster Cafés (jeweils 14:00-15:30 Uhr), in denen Projekte aus dem Forschungsverbund (Tag 1) und aus den Bibliotheken zum Thema Science 2.0 (Tag 2) in 3-minütigen Talks und dann am Poster vorgestellt wurden. Außerdem die Vorträge von Prof. Dr. David Nicholas  [Slides], Prof. Michael Granitzer [Slides], Prof. Paweł Szczęsny [Slides] und Prof. Denis Helic [Slides].

Das IPN war als Mitglied des Forschungsverbundes Science 2.0 selbstverständlich auch mit einem Beitrag vertreten. Ich habe einen Talk zum Thema „Altmetrics in a Large, Multidisciplinary Research Groups: A Case Study of the Leibniz Association“ [Slides] gehalten und zusammen mit den Mitgliedern der Projektgruppe „Altmetrics in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen“ das dazugehörige Poster vorgestellt.

Alles in allem war es eine gelungene, spannende Konferenz, in der wir als Projektgruppe auch einige neue Kontakte knüpfen konnten und frische Ideen für die Fortführung unseres Projektes sammeln konnten.

Siehe auch:                                                                                                                                                                                              http://www.zbw.eu/de/ueber-uns/aktuelles/meldung/news/erste-internationale-science-20-conference-erfolgreich-abgeschlossen-wissenschaftliche-biblioth/                                                                                                                                                                 http://hybridpublishing.org/2014/03/international-science-2-0-conference-twitter-review-day-1/                                                   http://eventifier.com/event/sci20conf/popular                                                                                                                                                           https://www.rebelmouse.com/sci20conf/                                                                                                                                                                     http://www.infomous.com/node/49631                                                                                                                                                                         http://www.hbxt.org/2014/03/wir-brauchen-auch-conference-2.html